Nacht-Weih 2013


Das NachtWeih scheint nicht auf zu hören zu klingen. So scheint es mir auf jeden Fall. Wehmut, Schwermut, Sehnsucht vermischt in einem Topf. Ein Versuch, ein Gefühl zu beschreiben. Diese vier Tage im Jura haben mich wirklich tief bewegt. Ich werde sicher mal zum einen oder anderen Deepr Anlass kommen.
Liebe Grüsse, Jörg.


Ich wollte mich nochmals bei Euch für diese Tage bedanken. Sie haben mein Herz geöffnet. Ich spüre wieder Frieden und wie gerne ich die Menschen habe. Wenn ein Rahmen so etwas ermöglicht, was braucht es mehr? Und ihr kreiert das gemeinsam. Es ist so viel Ehrlichkeit und gute Absicht darin, so empfinde ich es.  Und seit dem Parcours hab ich auch noch mehr von Matthias Anliegen verstanden. Diese Schönheit und Sorgfalt haben mich beeindruckt.
Seid herzlich gegrüsst Daniela



Ich schreibe erfüllt von dankbarkeit. faszinierend wie es euch beiden gelingt einen raum zu schaffen, indem sich solch wunderbare verbindungen und herzliche begegnungen entwickeln.
ich bin gestern dann noch mit einem teil des haufens nach basel gefahren, wo sich die verschworene gemeinschaft verstreut hat.
bis ganz bald, luuuv, madeleine

Alp Par Cour / Kunst-Sein Camp 2013


Danke nochmals für die schöne Zeit. Ich nahm neue Kraft und Energie mit nach Hause, aufgetankt von Natur und Einfachheit. Gerne erinnere ich mich zurück, und sehne mich nach diesem wunderschönen Ort.
Und falls ihr für nächsten Sommer eine gute Köchin mitnehmen möchtet... Bitte ruft MICH an! *grins*
Spring gleich in den Zug, ab nach Trin.....

Drück Euch .............. Corinne


so schön wie jeder akt, jedes gespräch  vom rauschen des jungen rheins
durchdrungen war ,als wäre mein eigenes blutrauschen immer hörbar.
danke euch für die schönen momente. 

Regina

Ich danke euch von Herzen für die schöne Woche, die ihr mir und den Mitteilnehmenden bereitet habt. Ihr habt ein Umfeld geschaffen, in dem ich mich von Anfang an sehr wohl gefühlt habe. Es gab unzählige grosse und kleine Dinge, die ich sehr geschätzt habe: Die luxuriöse Ausstattung mitten in der Natur (was das wirklich heisst, kann man wohl nur ermessen, wenn man beim Aufbau dabei war), so komfortabel, dass ich nur noch mein Zelt aufzubauen hatte. Das fürstliche Essen, das wir jeden Tag geniessen konnten, bei der jede Mahlzeit (besonders möchte ich hier die Mehrgänger am Abend erwähnen) ein Hochgenuss war! Sehr geschätzt habe ich eure Offenheit für jeden von uns, es war deutlich spürbar, dass jede/r von uns so sein durfte, wie er/sie ist und euch das sowieso am liebsten war. Und deine Fürsorge, Evelyne, wenn irgendjemand von uns ein Problem hatte und du dich dem angenommen hast. Und deine gelassene Gelassenheit, Matthias, die ich als sehr entspannend und loslassen fördernd empfunden habe. Und dass ihr all das, was sein durfte, möglich gemacht und den Rahmen gehalten habt!
Und all die Kunstwerke, die tagsüber und nächtlich gewirkt haben. Wie z.B. die Runde im Traumschicker, die ich sehr genossen und geschätzt habe. Und den Lichtkreis nachts, bei dem ich gerne lange verweilt wäre,  der mir wie ein Landeplatz im Universum vorkam. Und mein Vertrauen, dass für mich in der Nacht kein Licht einer Lampe nötig war und ich am liebsten den gesamten Parcour grade nochmal gemacht hätte. Und welche Vorarbeit dafür nötig war !!! Und das Deepr Talk, das ich sehr zu schätzen gelernt hab! Ich habe mich seitdem x-mal gefragt: WARUM macht ihr das eigentlich? Was treibt euch an, das zu tun? Für mich war es ein Hochgenuss auf allen Ebenen, den ich ausserordentlich geschätzt habe und schätze!


Allerherzlichsten Dank 
Christel

Nach  T  weih 2011

Die graue Nebeldecke durchbrechen, Ankommen in der Holzofenwärme.
Mit unbekannten Menschen wärmende Suppenteller leeren.
Versorgt mit Positionsstock und dicken Kappen, Einsteigen in die einsame Nacht.
Eintauchen ins Stille. Stapfen durch harten Schnee. Kerzen spenden Licht und Weg durchs Dunkel.
Hineinschlüpfen auf den Pfad, hin zum Sinnen zu Wort und Bild, unterwegs zu dir. Das Flackern der Wachslichter in Baumkronen und  Spiegel im Wind beginnt.
Der Gang windet sich in Deckung der Baumschatten hinauf.
Immer Zeit für’s Einatmen, Stehenbleiben,  Ausatmen.
Ankommen unter geborgenen Ästen der alten Mutter Tanne. Sich Niederlassen in wärmendes, fettes Fell.
Das Lauschen schwebender Chorstimmen trägt dich fort, mitsamt den vielen leuchtenden Laternchen, hin, ins „Immerda“.
Im Bauch die erdene Schwerkraft. Hinaustreten aufs freie Feld.
Der Blick springt los zu den Lichtern des Himmels, der Geist ist schon angekommen.
„Immerdort". Du weisst, du bist Teil.

Markus Würgler

Menschen aus verschiedensten Lebenslagen treffen aufeinander, vermischen sich, erfahren Verwirrung und entwirren sich wieder in Räumen und Welten, in denen Feen und Zauberer sich wohl wohlfühlen können. Träumen, dann wachwerden, realisieren und heftig mitmachen, so könnte es gehen. Schliesslich ein bereichertes Verlassen von Menschen und Orten. 

Hansjörg Bigler, Jurist

Nacht weih 2010

...war für mich ein Spiel mit dem Raum ‹Wald›. Ich lernte, den Wald ‹dort draussen› als einen besonderen Innenraum wahrzunehmen und wertzuschätzen. Oder genauer: als eine Verschachtelung einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Innenräume: mit Nischen und Hallen, mit schroffen Mauern und charmanten Fenstern, mal heimelig eng, mal unheimlich weit und frei. NACHT WEIH brachte Spiel in meine gewohnte Art, in der ich den Waldraum bisher gesehen und begangen hatte. 

Simon, Historiker und Wanderer

Juni Parc Our 2010

«Ein Nachtkunstparcour, irgendwo im Jura, irgendwo im Wald, irgendwo im Dunkeln. Ich bin vordergründig aufgehoben, ich folge den Kerzen und den fernen Lichtern, ich habe einen Stab in der Hand, auf dem mein Name steht, falls ich mich vergessen und verlieren sollte. Und tatsächlich komme ich mir Schritt für Schritt um ein Haar abhanden: Die Sätze, die Wörter, die Töne, die mitten im Wald stehen und mitten aus der Nacht kommen, lassen den Boden unter den Füssen wackeln, verunsichern mich auf ebenso hinterlistige wie schalkhafte Art und Weise. Die Sinne geraten durcheinander, die Nacht kehrt alles auf den Kopf, und im Kopf kehren sich die sicher geglaubten Gewissheiten ins Ungewisse. Die Hand klammert sich an den Stab, die Füsse tasten sich vorwärts, die Augen suchen ängstlich und fasziniert zugleich nach dem nächsten Licht, die Ohren spitzen sich von alleine. Es ist die perfekte Kombination von Form und Inhalt: Ich tappe buchstäblich mit Kopf und Fuss im Dunkeln, bis mich wieder eine erhellende Frage, einlichtes Wort trifft, oder auch einfach ein Bild, eine Figur von fragilster Poesie. Nur, um beim nächsten Schritt schon wieder im Dunkeln zu verschwinden.»

Ralf Schlatter, Autor und Kabarettist

Es war klar und deutlich, fein und erschütternd, gefährlich und zart, aufgesetzt und integrierend - und in meist sanfter Zwiesprache mit der Natur...

Nathalie Buchli, Kulturmanagerin

Welch ein Erlebnis! Auf allen Ebenen für alle Sinne. Überraschende Entdeckungsreise durch die Nacht. Geschärfte Wahrnehmung nach Innen und Aussen. Unbeschreibliche Atmosphären, das Unerwartete übertreffend. Staunen...Dem Zauberer all dessen sehr dankbar.

Christel Maurer

Deepr Disco

Die «Tiefe», die diese Disco verspricht, kommt nicht von ungefähr. Matthias Restle spielt mit Musik auf, die einen Berg durchmacht: Wir tanzen von der Talsohle der Stille entlang rauschender Geräusche über die Wohlklänge der Weiden bis hinauf zu den schroffen, spitzen Rhythmen – und wieder zurück. Deepr Disco führt an Abgründe, hält einem aber immer in der Schwebe. Schwindelfrei, versprochen!

Simon, Archivar und Tänzer

Eine kleine Gruppe von Menschen
 trifft sich,
 eine jede - ein jeder bringt etwas mit:
 s-ich!
 Ankommen 
bei sich - zu sich - in sich.
 Aus der Präsenz
 der eigenen und der Raum-wahrnehmung
er-steht ein erster Impuls:
 Gewahr - sein!
 Eigenbewegung strömt
 - fängt an
 sich im Raum zu manifestieren - 
ergiesst sich - getragen
 vom Klang musikalischer Rhythmen.
 Geistiges Potential durchpulst, - 
 erfüllt den kausalen ZeitRaum,
 - geboren
 - aus InnenRaumerleben.
 - Das Tor des Bewusstseins
 öffnet sich
 - wird ers-ich-tlich und - 
kleidet sich im Tanz zu Formen
, - "atmender Menschen“ 
Formenfülle spielt
 umeinander - 
durcheinander
 - auseinander - 
in-einander -
 es regt sich der Geist: 
wird vibrierende Energie!

 Freudig schwingend dichte Leichtigkeit der LIEBE ?!!



Jürg Stadlin